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Indien - Land der Gegensätze

Nach einem 7,5 Stunden langen Flug mit Lufthansa erreichten wir pünktlich um 01.35 Uhr Neu-Delhi, die Hauptstadt von Indien. Den ersten Eindruck vom schlafenden Moloch Delhi erhielt ich im Flughafen. Trotz befürchteter Bürokratie ging alles sehr zügig und wir wurden auch mit Namensschild bereits erwartet.

Dann aber der Schock. Beim Verlassen der klimatisierten Ankunftshalle erwartete uns dichter Smog mit Feuchtigkeit und allen orientalischen Gerüchen der Welt. Dieser Smog war auch den ganzen Tag unser Begleiter. Am Tag dann noch vervollständigt mit lauten Getöse und Hupen von Tuktuks und Autos, unzählige Fußgänger, die über Straßen, Zäune und Absperrungen kletterten, um auf die andere Straßenseite zu kommen, links und rechts die Bürgersteige voller Schutt und Dreck - dazwischen Baustellen mit Betonmischmaschinen und Frauen, die auf dem Kopf Körbe mit flüssigem Beton trugen oder mit der Spitzhacke hart gewordenen Mörtel von den Steinen klopften. Die Innenstadt eine einzige Baustelle.

Die Stadtrundfahrt führte uns nach Old Delhi. Der Höhepunkt war die Besichtigung von Qutub Minar, einer großen Moschee-Anlage aus dem 13. Jahrhundert, die als Weltkulturerbe mit Hilfe von viel Geld aus der UNESCO restauriert wurde. Die Anlage ist uralt, besteht nur noch aus Steinresten, ist aber wunderschön. Besonderer Wert wurde auf die Wiederherstellung der Türbögen mit den eingemeißelten Schriftzeichen gelegt.


Weiter ging es über India Gate, vorbei am Parlament zum Raj Gath, den Grabmal von Mahatma Gandhi, welcher als Heiliger verehrt wird. Unzählige Schulklassen mit ihren Schuluniformen warteten geduldig und fröhlich.
Dann hieß es schon von Delhi Abschied nehmen, was aber nicht schwer fiel.

Die Reise ging 210 km weiter nach Agra. Eigentlich alles „Autobahn“, aber für 210 km braucht man mindestens 5 Stunden. Vor der Abfahrt sollte man auf jeden Fall noch einmal eine Hoteltoilette aufsuchen, denn Toiletten auf „Raststätten“ sind eher nicht zu empfehlen !
Erschöpft wegen der langen Fahrt und natürlich Jetlag erreichen wir am späten Abend Agra. Die Stadt liegt am Ufer des Yamuna Flusses und hat ca. 1,6 Mio Einwohner. Trotz der vielen Einwohner ist die Luft in Agra viel besser. Agra war bis 1648 Hauptstadt des Mogulreiches. Aus dieser Zeit stammt auch eine der Sehenswürdigkeiten, das Rote Fort. Eigentlich eine tolle Anlage wenn es nicht im Burggraben soviel Müll gäbe - mit den damit wieder verbundenen Gerüchen. Aber egal, die Burgfestung von Großmogul Akbar ist toll. Weitaus berühmter ist Agra jedoch durch das Taj Mahal. Dies lies der Großmogul Shah Jahan für seine 1631 verstorbene große Liebe errichten. Das 58 m hohe und 56 m breite Mausoleum wurde auf einer 100x100 Meter großen Marmorplatte gebaut. Nach 17 Jahren Bauzeit mit über 20.000 Handwerkern wurde das Taj Mahal 1648 eröffnet. Um das Taj Mahal ranken sich viele Legenden. Besichtigen sollte man es bereits sehr früh, da dann das beste Licht für tolle Fotos ist. Zu beachten ist eine getrennte Warteschlange für Männer und Frauen. Für etwas Trinkgeld und einen sehr guten Führer, kann man die erhebliche Wartezeit verkürzen.


Weiterfahrt nach Jaipur. Auch diese Fahrt wieder sehr lang. Aber das Ziel ist es wert. Jaipur, die Hauptstadt von Rajasthan, hat über 3 Millionen Einwohner. Sie wird auch Pink City genannt wegen der einheitlich rosaroten Farbe der Gebäude im Altstadtviertel. Den Anstrich erhielten die Häuser als Ausdruck der Gastlichkeit anlässlich des Besuches von Kronprinz Albert Eduard im Jahre 1876. Das berühmteste Wahrzeichen ist der Palast der Winde. Die auffällige Konstruktion diente den zahlreichen Damen des Hofes, die sich nicht unter das einfache Volk begeben durften, als Beobachtungsposten vor allem bei den beliebten Prozessionen. So sah, hörte und roch man alles von der Straße, konnte aber aufgrund der abdunkelnden Bauweise von außen nicht bemerkt werden. Ihren Namen erhielt die Schaufassade wegen der raffinierten Luftzirkulation, die stets eine frische Brise durch die Räume ziehen ließ.

Mein Rajasthan Höhepunkt war Fort Amber. Amber, die alte Hauptstadt des Fürstenstaates Jaipur, liegt nur wenige Kilometer nördlich von Zentrum Jaipurs und gehört mit dem ab 1592 durch Maharaja Man Singh erbauten Fort Amber inzwischen ebenfalls zum Stadtgebiet. Das Fort Amber ist wegen der vergleichsweise gut erhaltenen Rajputen-Einrichtung von überregionalem touristischen Interesse. Im unmittelbar beim Fort Amber gelegenen Fort Jaigarh befindet sich die aus dem Jahr 1720 stammende, größte jemals gebaute bewegliche Kanone auf Rädern. Vor dem Fort Amber stehen Elefanten und warten auf uns. In luftiger Höhe genießen wir den „Aufstieg“ zur Bergfestung. Der Aufenthalt in Jaipur war sicher etwas zu kurz denn schon am Abend mussten wir zurück nach Delhi.
Wieder eine lange Fahrt und zurück in den Smog.


Was ist das Fazit meines Kurztrips ??
Wenn man in ein fremdes Land fährt, vergleicht man die Eindrücke immer mit denen aus dem eigenen Land. Oft findet man Ideen wesentlich pragmatischer umgesetzt als in Deutschland, manchmal erkennt man auch, wie klein Deutschland im Vergleich mit anderen Ländern ist und wie kleinlich unsere Vorstellungen auch sind. Andererseits kommt man auch oft zu der Erkenntnis, dass das Leben in Deutschland gar nicht so schlecht ist und man froh sein kann, Deutscher zu sein und in Deutschland zu leben.
Indien ist immer eine Reise wert. Aber man sollte ohne Vorurteile reisen und bereit sein, andere Sitten und Lebensphilosophien zu respektieren. Die Eindrücke sind gewaltig, man muss aber bereit sein für das wirklich Fremde. Und man braucht mehr Zeit. Die Auswahl von guten Hotels ist dringend empfehlenswert.

 

von:

Peter Schneider

Reisebüro Nord
Königsbrücker Straße 48
Tel:
0351 8140211
p.schneider@lcc-dresden.de
 

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